Kaffee – Das wahre schwarze Gold

Kaffeeduft

Warum sagen wir eigentlich „Lass uns mal wieder auf einen Kaffee treffen“? – Möglicherweise, weil das Kaffeetrinken seit Jahrhunderten regelrecht zelebriert wird und in vielen Regionen der Welt ein wichtiger Bestandteil der Kultur ist. Vielerorts wird das Kaffeetrinken mit edlem Ambiente und guter Gesellschaft verbunden – Man denke nur an die Wiener Kaffeehäuser mit ihrem Jugendstil-Chic, der heute noch in vielen osteuropäischen Hauptstädten, allen voran Budapest und Prag, in großem Stil betrieben wird. Oder werfen wir einen Blick auf das ehemalige osmanische Reich. Hier gilt die Zubereitung des türkischen Kaffees als echte Kunst! Dessen Geheimnis liegt zum einen darin, dass der Kaffee so fein wie möglich gemahlen wird. Der so entstandene Kaffeestaub wird so lange in heißem, nicht kochendem Wasser erhitzt, bis sich das Aroma voll entfaltet hat. Die Krönung in der Kaffeetasse bildet eine dicke Schicht Kaffeeschaum. Genuss pur! Das sagt auch schon die türkische Bezeichnung für Kaffee, kahve und die arabische, qahwa – anregendes Getränk, das gleiche Wort, das ursprünglich auch für Wein stand.Besser, als sein Ruf: Wie alles, was in Maßen und nicht in Massen genossen wird, ist Kaffee höchst gesund. So enthält er wertvolle Antioxidantien. Studien zufolge soll Kaffee sogar das Risiko auf Nierenkrebs um die Hälfte verringern. Eine Langzeitstudie über zehn Jahre kam außerdem zu dem Ergebnis, dass erhöhter Kaffeekonsum und ein geringeres Depressionsrisiko in positivem Zusammenhang stehen.  Auch die Wahrscheinlichkeit auf chronische Lebererkrankungen wird durch mehr als zwei Tassen Kaffee am Tag stark reduziert. Gleichzeitig gilt auch, dass natürlich niemand automatisch immun gegen schlimme Krankheiten ist, der regelmäßig Kaffee trinkt. Wie gesagt – die Menge machts. Aber wenn ihr den Wachmacher nicht inflationär genießt, hat er viel Gutes. In diesem Sinne: Hoch die Tassen!

Beanbar
Flüssiges Glück: Bohnenkaffee

Schwarzes Gold – Die teuersten Kaffeesorten der Welt

Platz 5: Hawaii Kona
Diese edle Sorte wird auf Big Island, Hawaii, an den Hängen des Mount Hualalai des Mount Loa angebaut. Cremiger, sanfter Geschmack, komplex – seeeehr lecker!

Platz 4: Jamaican Blue Mountains
Wird ausschließlich in schwarzen Fässern, nicht in Säcken, geliefert. Klein, aber oho: Jamaika. Jamaican Blue Mountain eine der teuersten und besten Kaffeesorten der Welt – besondere Anbaubedingungen in mehr als 2200 Metern Höhe: Nebel & kühle Temperaturen. Dadurch wachsen Kaffeekirschen langsamer und entwickeln ihr außergewöhnliches Aroma.

Platz 3: St. Helena
Kein geringerer, als Napoleon Bonaparte , gut 1200 Kilometer vor der afrikanischen Küste. Begrenzte Anbaufläche, sehr gute Qualität und Beliebtheit bis heute bedingen hohen Preis.

Platz 2: Geisha
Diese Sorte mit dem hübschen Namen lässt zwar eher eine asiatische Abstammung vermuten. Tatsächlich wird der Geisha aber in Panama angebaut. Die berühmteste Farm des Landes, die die beliebte Sorte mit der fruchtig-blumigen Note anbaut, ist die Hacienda La Esmeralda.

Platz 1: Kupi Luwak
Ironischerweise ist der teuerste Kaffee der Welt auch der mit der skurrilsten Herstellungsweise: Der als Katzenkaffee bekannte Kopi Luwak. Den Beinamen erhielt er, weil die Zibetkatze erst die Bohnen frisst, dann im Darm fermentiert und sie unverdaut wieder ausscheidet. Super. Immerhin soll er keinen bitteren Nachgeschmack haben. Kostenpunkt ab 40 Euro fürs Kilogramm – in Indonesien. In Deutschland kostet das Kilo bescheidene 200 bis 300 Euro. Dafür soll der Kaffee aber auch durch einen köstlichen Schoko- und Karamellgeschmack bestechen. Neben dem Preis schrecken aber vor allem unwürdige Bedingungen vor Ort vom Kauf ab. Denn mittlerweile ist es in Indonesien traurige Tatsache, dass die Zibetkatzen auf Farmen gezüchtet und mit Kaffeekirschen gemästet werden.

Luwak Coffee
Kupi Luwak

Zahlen, bitte!

5 Kilogramm Kaffee trinkt jeder Deutsche pro Jahr – damit liegen wir noch vor den USA. Damit sind wir aber weltweit nicht Platz 1 der Kaffeetrinkernationen. Das ist: Finnland! Gut achteinhalb Kilo Kaffee schafft der Durchschnittsfinne pro Jahr. Naja … ist ja auch länger dunkel im hohen Norden, da braucht es wohl viel Koffein zum Wachbleiben ;).

Gut 40 Prozent der weltweiten Handelsmenge, also über 3 Millionen Tonnen Kaffee pro Jahr, stammen von den riesigen Kaffeefarmen Brasiliens. Damit ist das Land unangefochtene Nummer 1 unter den weltweiten Kaffeeproduzenten. Platz 2 verbucht Vietnam mit knapp 1.3 Millionen Tonnen pro Jahr.

85 Prozent der Ernte des Jamaican Blue Mountains gehen nach Japan: von der Nation des Tee zum Kaffee-Gourmet

Nebenwirkungen ohne Risiken – Kaffee außerhalb der Küche

… hat sich schon als exzellenter Dünger für Garten- und Zimmerpflanzen bewährt. Als schmeißt den Filter das nächste Mal nicht weg, sondern beglückt eure Pflänzchen!

… jagt Ungeziefer in die Flucht! Ob Schnecken, Wespen, Ameisen – Trockener Kaffeesatz oder versprühter Kaffee ist das beste Pestizid ever! Und für Westen den Kaffee idealerweise in einer brandfesten Schale anzünden. Während wir Menschen den Geruch kaum wahrnehmen, geht er für die Insekten gar nicht.

… mit Kaffeecreme gegen Orangenhaut! Ja, liebe Damen, ihr habt richtig gelesen. Die meisten Pflegemittel enthalten nämlich Koffein. Ihr könnt euch aber auch einfach selbst eine Anti-Cellulite-Creme herstellen, mit etwas Olivenöl und Kaffeesatz.

… entfernt hartnäckigen Schmutz: Ob Topf oder Pfanne – Kaffeesatz wirkt wie Scheuermilch!

Ihr seht – Auch für Nicht-Kaffeetrinker bewährt sich das ein oder andere Tässchen! 🙂

Civetkatze
Die Mutter des teuren Kupi Luwak: Civetkatze

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