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Zeusstatue des Phidias Olympia
Die Zeusstatue des Phidias Olympia ist das Bildnis des Zeus zu Olympia, von dem eine ausführliche Beschreibung durch Pausanius existiert. Der griechische Reiseschriftsteller gibt in seiner Abhandlung eine ausführliche Dokumentation der betreffenden Statue wieder, nach der es sich bei dem Kunstwerk um ein Bauwerk von über 12 m Höhe handeln soll. Leider könnte auf Grundlage dieses Schriftstücks nur sehr bedingt eine Rekonstruktion des Bauwerks vorgenommen werden.
Nach der Beschreibung des Pausanius zeigt die Statue den Zeus nicht wie üblich als kämpferischen Gott, sondern als weisen und gütigen alten Mann, der auf einem Thron sitzend dargestellt wurde. Sie ist allerdings erst zwanzig Jahre nach dem Bau des Tempels durch den griechischen Bildhauer Phidias erreichtet, wobei ihre Entstehung auf etwa 438 v. Chr. datiert ist. Die Statue ist zugleich das größte Meisterwerk des Bildhauers, an dem er bis zu seinem Tod um etwa 430 v. Chr. arbeitete. Sein Tod erfolgte dabei aber nicht auf natürliche Weise sondern durch Hinrichtung. Man beschuldigte ihn während der Arbeit an der Statue wertvolle Materialien gestohlen zu haben.
Dabei kam der Statue bei den Griechen der damaligen Zeit ein hoher Wert zu. Es galt dort jeder als unglücklich, der dieses Heiligtum nicht gesehen hatte. Zeus regierte nach dem Glauben der Antike mit einem Anheben seiner Augenbraue die Welt. Somit war er auch in der Statue mit einer angehobenen Augenbraue abgebildet.
Mehrere Jahrhunderte später missglückte der Transport des Kunstwerks nach Rom. Im Jahr 40 n. Chr. scheiterte Caligula bei eben diesem Versuch, das Kunstwerk nach Rom schaffen zu lassen. Zerstört wurde das Bauwerk hierbei allerdings nicht. Um 360 n. Chr. wurde es erfolgreich nach Konstantinopel gebracht, wo es dann im Jahre 475 n. Chr. während eines Brandes zerstört wurde. Hierbei handelt es sich also um eines der Weltwunder, dass in der heutigen Zeit nicht mehr besichtigt werden kann.

