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Koloss von Rhodos
Der Koloss von Rhodos zählte bereits in der Zeit der Antike zu den sog. Sieben Weltwundern. Zu verstehen ist unter dem Bauwerk eine Statue von beeindruckendem Ausmaß. Im Grunde genommen handelte es sich hier um eine Bronzestatue, die 30 m hoch war und von Menschenhand errichtet wurde. Gewidmet war das Bauwerk dem griechischen Gott Helios, der gleichzeitig der Gott der Sonne war. Dabei wurde die Statue in Rhodos auf der Insel Rhodos aufgestellt.
Große Beachtung kam der Statue vor allem in der Kunst zu, denn bereits in der Renaissance war die legende von einem Koloss, der mit gespreizten Beinen vor der Einfahrt des Hafens von Rhodos stand, sehr weit verbreitet. Damals wurde behauptet, die Statue sei so groß, dass Schiffe jeder Bauart und Größe zwischen deren Beinen hindurch in den Hafen von Rhodos einlaufen könnten.
Dabei wird hier ein Bild einer Legende der Kreuzritter gezeichnet, die damals Rhodos beherrschten. Diese Annahme geht wahrscheinlich auf eine zwar gelehrte aber trotzdem falsche Quelle aus der Antike zurück. Damals wurde den christlichen Pilgern, die in Rhodos einen Zwischenstopp eingelegt haben, von den Kreuzrittern erzählt, es habe ein Götzenbild gegeben, das mit einem jeweils einem seiner Füße auf der St. Nikolaus-Mole und auf der Mühlen-Mole gestanden haben soll. Es wird auf Grund dieser Überlieferung weiterhin angenommen, dass die Schrittweite der Figur etwa 750 m betragen haben könnte.
Gestürzt wurde der Koloss von Rhodos durch ein Erdbeben, das im Jahre 227 v. Chr. vermutet wird. Es soll auch in der Stadt und auf der gesamten Insel schwere Schäden hinterlassen haben. Damit hatte das Standbild leider kein langes Leben und wurde nur 66 Jahre alt. Es ist somit das Weltwunder mit der kürzesten Lebensdauer und vielleicht den meisten Sagen und Vermutungen, da es keine wirklich detaillierten Überlieferungen und Aufzeichnungen gibt. Mit Hilfe finanzieller Unterstützungen wurde der Koloss damals aufgebaut.

