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Grabmal von Mausolus Halikarnassos
Das Grabmal von Mausolos Halikarnassos, das auch kurz als sog. Maussollein bezeichnet wird, gilt als das sog. fünfte Weltwunder der Antike. Hierbei handelt es sich um das Grabmal des persischen Satraphen Mausolos II., der gleichzeitig auch der Kleinkönig von Karien war. Errichtet wurde das Mausoleum in der Zeit von 368 v. Chr. bis 350 v. Chr. in der Stadt Halikarnassos. Diese befindet sich auf dem Gebiet der neuen Hauptstadt Kariens, in Kleinasien in der heutigen Türkei.
Vor allem wegen seiner ausgesprochenen Schönheit, die auf Grund des ästhetischen Gesamteindrucks entstand, gehörte bzw. gehört das Grabmal zu den so genannten Sieben Weltwundern der Antike. Dieser Gesamteindruck wird vor allem durch die wertvollen Relieffriesen und kostbaren Statuen untermauert. Erst im 16. Jahrhundert nach Christus wurde es nahezu völlig bis auf die Fundamente abgetragen.
Das bemerkenswerte an der Geschichte der Entstehung ist, dass nicht etwa Mausolos selbst in seinen letzten Regierungsjahren den Auftrag zum Bau des Grabmals gab, sondern seine damalige Frau und Schwester Artemisia II.. Dabei wurde der Bau unter der Leitung der bekannten – und in der damaligen Zeit beliebten – Architekten Pytheos und Satyros ausgeführt, die dann letztlich auch ein Buch über diese Arbeit schrieben, dass allerdings nicht überliefert und wohl auch nirgends mehr erhalten ist. Eine weitere Besonderheit des Baus besteht darin, dass er erst drei Jahre nach dem Tod des Mausolos und ein Jahr nach dem Tod seiner Frau Artemisia II. fertiggestellt wurde, wobei die beiden Künstler mehr oder weniger in eigener Regie tätig waren.
Dabei wurde das Bauwerk erst im 12. Jahrhundert nach Christus durch ein Erdbeben zwar sehr schwer beschädigt, blieb aber bemerkenswerter Weise durch fast das gesamte Mittelalter hindurch erhalten. Nach alten Überlieferungen von damaligen Augenzeugen soll es erst im Jahre 1523 durch Ritter des Johanniterordens abgebrochen worden sein. das Material wurde damals zum Bau einer anderen Festung benötigt.

