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Artemis-Tempel Ephesos
Der Tempel der Artemis in Ephesos, der auch als sog. Artemis-Tempel bezeichnet wird, war einer der größten Bauwerke der Antike. Als ein solches gehört er zu den sieben Weltwundern, wobei natürlich auch die griechische Stadt Ephesus selbst in der Antike für ihren Reichtum bewundert und beneidet wurde. Die Ruinen dieser Stadt sind noch heute als Sehenswürdigkeit bei Secuk in der Nähe von Izmirs in der Türkei zu besichtigen. Auch in etwas späterer zeit war die Stadt Ephesos nicht nur die Hauptstadt der römischen Provinz Asia, sondern auch eine der größten Städte in der Zeit der Antike.
Der Bau des Tempel der Artemis begann noch gegen 580 v. Chr. unter der Leitung des damaligen Architekten Chersiphron von Knossos und dessen Sohn Metagenes. Der legendäre König Kroisos, der auch maßgeblich an der Entwicklung des damaligen Münzen (einer Urform des heutigen Zahlungsmittel Geld) beteiligt war, stiftete für den Bau des Tempels einige Säulen. Dabei war der bau erst nach etwa 120 Jahren abgeschlossen und dauerte somit auch für die damaligen Verhältnisse ungewöhnlich lange. Dies lag vor allem daran, dass die Konstruktion nicht nur sehr schwierig und auch äußerst schwierig umzusetzen war, sondern vor allem an dem sumpfigen und morastigen Gelände, auf dem der Tempel der Artemis gebaut werden sollte. Diese Überlieferung wurde archäologisch dadurch bestätigt, dass man später auch bei Bohrungen und Grabungen im Umfeld noch Erdverfärbungen fand, die darauf hinweisen, dass bereits zur damaligen Zeit beim Bau des Tempels Holzkohle und Lederabdeckungen zur Sicherung des moorigen Untergrundes verwendet wurden. Zur weiteren Unterstützung wurde auch der berühmte Architekt Theodoros von Samos um Unterstützung gebeten, der bereits an den Arbeiten des Rhoikos-Tempels in Samos mitgewirkt hatte.
Zerstört wurde der Tempel im Jahre 356 v. Chr. durch eine Brandstiftung des Herostratos, der seine Tat aus dem Motiv der Geltungssucht heraus beging und unsterblich werden wollte.

